Kurzbeschreibung zur Person von Klaus Exner
Klaus Exner, geboren 1939 in Kiel
- Geschäftsführendes Vorstandsmitglied seit dem 01. Oktober 1973 der Wohnungsbau-Genossenschaft Kiel-Ost eG, gegründet 1889. Das Unternehmen bewirtschaftet gesamt rund 3.500 Wohnungen (eigene und fremde Einheiten). Es hat 4.200 Mitglieder.
Funktionen von Herrn Exner
- Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Kieler Wohnungsunternehmen e.V.
- Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft Schleswig-
Holsteinischer Wohnungsunternehmen e.V.
- Delegierter zum Gesamtverbandstag des GdW Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen e.V.
- Mitglied des Aufsichtsrates der co op Schleswig-Holstein eG (größter Arbeitgeber von Schleswig-Holstein)
und
- Vorsitzender der Bau- und Finanzkommission dieser Genossenschaft
- Vorstandsmitglied des Ellerbeker Kommunalverein von 1895 e.V., Kiel
- Mitglied Wohnungspolitischer Fachbeirat SPD-Landesverband Schleswig-Holstein
- Mitglied Arbeitskreis Schleswig-Holsteinischer Wohnungsunternehmen - Provinzial
Herr Exner hat die Kooperation mit der dänischen Wohnungsgenossenschaft Sonderborg Andelsboligforening geschaffen, die seit über 20 Jahren bis heute besteht und durch die
Zusammenarbeit mit der Aabenra Andelsboligforening erweitert wurde.
Diese erwähnten Aktivitäten sind für den Verband nordd. Wohnungsunternehmen e.V.
Veranlassung gewesen, eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Wohnungsunternehmen
und -Genossenschaften aus Schleswig-Holstein und Südjütland anzustreben. Die ersten
Deutsch-Dänischen Workshops fanden bereits statt und dienten
- ausgewählte Aufgabenfelder aus beiden Ländern kennenzulernen
- voneinander durch Erfahrungsaustausch zu lernen und
- Problemfelder zu analysieren.
Herr Exner war zweimal Vorsitzender des Arbeitskreises "Betreutes Wohnen im Alter". Der Verband nordd. Wohnungsunternehmen hat die Ergebnisse dieser Arbeitskreise in zwei "Entscheidungshilfen" als Broschüre für die Kollegenunternehmen herausgebracht.
Geschaffen wurden durch Herrn Exner Kooperationen mit Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften in Berlin, Potsdam, Sassnitz und Schwarzheide.
In letzter Zeit ist durch die Initiative von Herrn Exner das Pilotprojekt "Jugendwohnen" durchgeführt worden, welches eine überregionale Bedeutung bekommen hat.
Klaus Exner
Geboren 1939 in Kiel, verheiratet, 2 Kinder
Besuch und Abschluß am 17.03.56 der Timm-Kröger-Mittelschule in Kiel-Wik, also in dem Stadtteil, in dem unser jetziger OB Norbert Gansel aufwuchs.
01.04-1956 - 31.03.1959 Lehrzeit bei der Bank für Gemeinwirtschaft AG mit Abschluß als Bankkaufmann
Auszug aus dem Lehrzeugnis: "Seine Führung war jederzeit ohne Tadel, sein Wesen ist aufgeschlossen. Wir können Herrn Exner bestätigen, daß er während seiner Lehrzeit mit Fleiß und Interesse an alle ihm gestellten Aufgaben herangegangen ist."
01.04.1959 -31.12.1964 Bank für Gemeinwirtschaft AG
zuletzt als Sachbearbeiter in der Kreditabteilung
in der Zeit vom 03.10.1960 bis 31.12.1961 Wehrdienst
Grundausbildung in Putlos beim Flugabwehr-Raketen-Battalion
Wehrdienst in Rendsburg bei der Flugabwehrschule
01 -01. 1965 - 31.03.1968 Landesgarantiekasse Schleswig-Holstein GmbH (jetzt: Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein)
Kreditsachbearbeiter
01.04.1968 - 30.09.1973 Westbank AG
Leiter der Kreditabteilung mit Handlungsvollmacht
Die Handlungsvollmacht wurde wie folgt erteilt:
"Damit beginnt für Sie ein neuer, verantwortungsvoller Abschnitt in Ihrer beruflichen Laufbahn.
Wir sind davon überzeugt, daß Sie sich stets Ihrer besonderen Stellung bewußt sind und das in Sie gesetzte Vertrauen durch Ihre Leistungen und durch eine vorbildliche Haltung rechtfertigen."
Auszug aus dem Zeugnis:
"Sein Aufgabengebiet, das zum Teil ausgesprochene Leitungsaufgaben enthielt, hat er zielstrebig und verantwortungsbewußt zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgeübt.
Seine Stärke lag in der Behandlung und Beurteilung spezieller Kreditfälle, bei denen ein besonderer akquisatorischer Einsatz geboten war.
Bei der Kundschaft und in der allgemeinen Öffentlichkeit fand Herr Exner in seiner bescheidenen, aber durchaus bestimmten Art Anerkennung.
Bei Mitarbeitern und Vorgesetzten wurde er seiner Leistung entsprechend geschätzt."
Daneben
Prokurist der Grundstücksgesellschaft Handelshof
Alter Markt mbH & Co KG
- es handelt sich um eine Gesellschaft, an der die
Westbank beteiligt ist -
Im Jahre 1973 erfolgte dann ein wesentlicher Wechsel im beruflichen Leben von Herrn Exner. Der Vorstand der Westbank hatte Herrn Exner die durch besondere Umstände kurzfristig freigewordene Position des Mitleiters der Filiale in Husum (juristischer Sitz der Bank) angeboten.
Gespräch war am Freitag,
Entscheidung wurde für den folgenden Montag und Dienstbeginn für den folgenden Mittwoch
festgelegt.
Das Angebot wurde abgelehnt, da Herr Exner gerade erst von Kiel nach Raisdorf umgezogen und die beiden Söhne nach Raisdorf bzw. Preetz umgeschult waren.
Unabhängig hiervon hatte sich Herr Exner auf die Anzeige der Gemeinnützigen Heimstätten-Genossenschaft gemeldet, die ein
2. hauptamtliches Vorstandsmitglied
für den kaufmännischen Bereich
suchte.
Hier kam er in die engere Wahl und wurde dann gewählt und die Nachricht wurde ihm vom langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Erich Tiefensee überbracht. Einige Aufsichtsratsmitglieder wie z.B. der frühere Oberbürgermeister Bantzer, die ihn seiner Zeit gewählt haben, sind auch heute unter uns.
01.10.1973 bis heute Wohnungsbau-Genossenschaft Kiel-Ost eG (ehemals Gemeinnützige Heimstätten-Genossenschaft Kiel-Ost eG).
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied
Daneben
Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Betreuungs- und Verwaltungsgesellschaft Kiel-Ost mbH (100%ige Tochter der Genossenschaft)
Herr Exner begann seine Tätigkeit in der Genossenschaft bei ausgesprochen schwieriger Marktlage. Die Genossenschaft hatte gerade in einer besonderen Euphorie 188 Eigentumswohnungen im Bau, und zwar 143 Wohnungen am Tröndelweg und 45 Wohnungen Am Klosterforst, insgesamt war jedoch nur ein geringer Teil verkauft, so daß Herr Exner als neues Vorstandsmitglied als Einstieg erst einmal die nächsten 2 Jahre jeden Samstag und Sonntag im Verkauf der obigen Wohnanlagen mit eingesetzt war. Erschwerend kam noch hinzu, daß die Genossenschaft sich seiner Zeit mit einem Darlehenskontingent versorgt hatte, welches mit 9 % Zinsen, 2 % Tilgung und 90 % Auszahlung bei 10 Jahre Laufzeit ausgestattet war, und man kann sich natürlich denken, daß dies den Verkauf nicht unbedingt vereinfachte, aber das waren eben die Konditionen zu der Zeit.
Die Bautätigkeiten in seiner Zeit erfolgte in den Nachbargemeinden
Raisdorf, Am Klosterforst und am Fernsichtweg, in Schönkirchen, in Preetz,
in Plön, in Heikendorf und in Klausdorf / Schwentine, Oberstkoppeler Weg.
Wesentliches Bauvorhaben war in den 80er Jahren die Großbaumaßnahme in Kroog in der
Landeshauptstadt Kiel, bei dem zusammen mit der Wankendorfer Baugenossenschaft ein
Areal mit ca. 200 Einheiten errichtet wurde. Hier hatte die Genossenschaft nach langer Zeit
wieder einmal ein Siedlungsbauvorhaben mit 23 Häusern in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Siedlerbund durchgeführt.
Ein besonderer Höhepunkt war die Um- und Neubaumaßnahme der Seniorenwohnanlage in der Peter-Hansen-Str. Hier wurde neben den baulichen Maßnahmen auch ein Servicehaus der Arbeiterwohlfahrt integriert und damit das Angebot für die 65 Wohneinheiten zusätzlich attraktiviert. Für diese Baumaßnahme erhielt die Genossenschaft vom Reichsbund "Das Gütezeichen für behindertengerechtes Bauen".
Ein weiteres Demonstrationsbauvorhaben wurde dann in Klausbrook - am Stadtrand Kiels durchgeführt. Hier kam es in deutsch-finnischer Zusammenarbeit zu einer Reihenhausbaumaßnahme unter dem Motto "Wohnen im nordischen Stil".
Ferner machte die Genossenschaft durch ein Pilotprojekt "Minivilla" auf sich aufmerksam, in dem ein Angebot konzipiert wurde, welches für Singles bzw. kleinere Familien vorgesehen
war. Dieses Programm läuft übrigens auch heute noch bei den aktuellen Baugebieten der Genossenschaft.
Im Fremdverwaltungsbereich waren auffällig und wesentlich die Übernahme der Verwaltung des Olympiazentrums mit 400 Wohnungen in Kiel-Schilksee und die Übernahme der Ver-
waltung von 200 Einheiten eines international tätigen Versicherungsunternehmens aus der Schweiz in Klausbrook.
Weitere Punkte:
- Veranstaltungsreihe "Bi uns in Ellerbek" für die vornehmlich älteren Bürger des Stadtteils Ellerbek
- Notruf-Einrichtung für Mitglieder der Genossenschaft, die in angemessener Entfernung zum Servicehaus der AWO in der Peter-Hansen-Str. wohnen
- die attraktive Genossenschaftszeitung, die ein echtes Bindeglied zwischen Mitgliedern
und Verwaltung ist und auch vielen befreundeten Unternehmen und Institutionen übermittelt wird
- Servicemitarbeiterin innerhalb der Wohnungsbewirtschaftung für die älteren Mitglieder
- Besuche und Gespräche mit internationalen Besuchergruppen aus Rußland, Estland,
Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland
- Gespräche und Diskussionen mit Bundes-, Landes- und Kommunalpolitikern über
wohnungspolitische Fragen
Erwähnenswert ist noch, daß zum 50. Geburtstag von Herrn Exner am 14.02.89 durch den Verband nordd. Wohnungsunternehmen e.V., Hamburg sowie dem Gesamtverband gemeinnütziger Wohnungsunternehmen e.V., Köln die Ehrenmedaille der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft überreicht wurde.
Hinweis:
Die Rechtsvorgängerin des Verbandes nordd. Wohnungsunternehmen wurde im Jahre 1900 in Ellerbek in der Hollmannstr. gegründet.